1. Dental Phobie

Forschung

Dentalphobie und der wissenschaftliche Hilfeansatz „FE“
Zahnarztangst ist nicht nur für die Betroffenen ein ernstzunehmendes Problem. Auch Zahnärzte wissen oft nicht, wie sie mit der Problematik umgehen sollen. Zwar gibt es Praxen, die von sich behaupten, auf das Thema spezialisiert zu sein. Doch unter ihnen finden sich auch zahlreiche Zahnärzte, die faktisch mit der Diagnose und dem Umgang damit überfordert sind. Hilfreich kann durchaus die wissenschaftliche Betrachtung von Hilfsangeboten sein.
Der Versuch, Zahnarztangst durch wissenschaftliche Modelle zu erklären
Wenngleich bekannt ist, dass Zahnarztangst in den meisten Fällen mit Erlebnissen in der Kindheit zusammenhängt, tun sich Fachleute doch schwer damit, aus diesem Umstand die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Sprich: der Grund für die Dentalphobie leuchtet Fachleuten ein, allein der Umgang damit überfordert sie jedoch. Das ist schon deshalb nicht verwunderlich, weil jeder Mensch seine individuelle Geschichte in sich trägt und mit Ängsten unterschiedlich umgeht. Die Wissenschaft hat sich mit Zahnarztangst intensiv beschäftigt und verschiedene Modelle entwickelt, die helfen sollen, die richtigen Einordnungen vorzunehmen. Einige sollen hier vorgestellt bzw. angerissen werden.
Übertragene Angst: Wenn der Vater mit dem Sohne … Übertragene Angst: Wenn der Vater mit dem Sohne …
Nicht alles, was wir von unseren Eltern an Eigenschaften oder Verhaltensweisen „erben“, kann als Segen betrachtet werden. Vielmehr empfinden wir unerwünschte Persönlichkeitsmerkmale eher als Fluch. Es kommt nicht von ungefähr, dass junge Menschen oft sagen, sie wollten nicht wie ihre Eltern werden (die Tatsache, dass sie häufig trotzdem so werden, sei nur fürs Protokoll erwähnt). Dentalphobie ist offenbar auch von Eltern auf ihre Kinder übertragbar, wie eine Studie herausgefunden hat.
Warum die Angst vor dem Zahnarzt genauso ernst genommen werden muss wie die vor Vogelspinnen Warum die Angst vor dem Zahnarzt genauso ernst genommen werden muss wie die vor Vogelspinnen
Die Dentalphobie ist ein Feld, das noch nicht sehr lange „beackert“ wird. Noch vor 20 oder 30 Jahren ging man im Allgemeinen sogar davon aus, dass es eine pathologische, also krankhafte Angst vor dem Zahnarzt überhaupt nicht gibt. Abgesehen von der daraus resultierenden fehlenden Wertschätzung gegenüber betroffener Patienten ist diese Annahme von damals heute auch fachlich längst widerlegt. Sowohl die Suche nach angemessener Behandlung als auch die nach den Ursachen der Dentalphobie kann jedoch noch immer als zahnmedizinisches Neuland betrachtet werden. Doch nach und nach wachsen die Erkenntnisse stetig an.