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Lachgasbehandlung bei Zahnarztphobie

Eine der Möglichkeiten, bei zahnärztliche Eingriffen Betäubungen vorzunehmen, ist Lachgas. In den USA werden damit eindrucksvolle 70 Prozent aller Zahnbehandlungen durchgeführt. Zwar werden auch andere Medikamente verwendet, um die Patienten zu beruhigen, Lachgas ist jedoch das beliebteste Mittel, insbesondere wenn andere sanften Methoden wie beispielsweise Hypnose nicht wirken, weil die Patienten darauf nicht ansprechen oder sich nicht in ausreichendem Maße konzentrieren können.

Das Prinzip von Lachgas funktioniert über N2O, das – ohne Würgereiz zu verursachen – im Hirn einen Zustand der Angstfreiheit erzeugt. Wird das Stickoxydul über eine Nasenmaske eingeatmet, dauert es nur kurze Zeit, bis die Wirkung einsetzt. Die Laune des Patienten verbessert sich spürbar, die Angst nimmt ab, die Behandlung kann problemlos erfolgen.

Sobald die Behandlung abgeschlossen ist, gelangt die Sauerstoffgabe wieder in den Normalzustand zurück, das Lachgas geht ähnlich schnell wie es gekommen ist.

Behandlung unter Vollnarkose

Immer wieder kommt aufgrund des psychischen und insbesondere physischen Zustandes von Patienten nur die Vollnarkose in Betracht. Um diese durchzuführen, ist einen Narkosefacharzt (also ein Anästhesist) notwendig, um sicherzustellen, dass alles korrekt durchgeführt wird. Voraussetzung für die Behandlung unter Vollnarkose ist, dass mit anderen Betäubungsmethoden keine entspannte und sichere Behandlung möglich ist. Auch wenn Behandlungen so umfangreich sind, dass sie sich über mehrere Stunden hinziehen bzw. wenn es um eine Gesamtsanierung geht, kann die Vollnarkose sinnvoll sein.

Vorteile einer Vollnarkose

Gerade bei Angstpatienten finden wir einen extremen Gefühlszustand vor, der am besten mit Panik beschrieben werden kann. Für sie ist die Vollnarkose die einzige Möglichkeit, mit der Behandlung zurechtzukommen. Da sie sich in einem Zustand befinden, in dem das Bewusstsein vollständig ausgeschaltet wird, müssen Menschen mit Dentalphobie keinen Qualen durchleiden.

Nachteile einer Vollnarkose

Was gerade noch als Vorteil beschrieben wurde, kann auch nachteilig wirken. Denn wenn Angstpatienten sich in die Vollnarkose begeben, nehmen sie sich selbst die Möglichkeit, mit ihren Ängsten umzugehen und zu lernen, den Gang zum Zahnarzt besser zu meistern. Durch die Vollnarkose kann sogar die Angst von Betroffenen gesteigert werden. Zudem muss nach dem Abklingen der Narkose mit Übelkeit gerechnet werden.

Nach Möglichkeit sollte versucht werden, andere Betäubungsmethoden anzuwenden, die beim Angstpatienten ebenfalls ihre Wirkung entfalten, aber weniger radikal sind als die Vollnarkose. In extremen Fällen der Dentalphobie führt jedoch kein Weg an der vollständigen Betäubung vorbei.